Von Uli Feist und Niklas Schlichting.
Auf der Mitgliederversammlung am 4.3.2009 wurde beschlossen, anstelle der überfälligen Sanierung der bestehenden schwarz angestrichenen Holzfassade eine neue, wärmegedämmte Fassade aufzubringen, auch unter dem Aspekt, Fördermittel aus dem HSB-Programm „Sport-Klima“ zu bekommen, mit denen ca. 50 % der Investitionssumme finanziert werden konnten.
Der neue Vorstand hat sich kurzfristig in diesen Vorgang eingearbeitet und musste dabei feststellen, dass das geplante Investitionsvolumen nicht, wie angekündigt, 75.000 Euro betrug, sondern 92.000 Euro. Daraufhin wurden alternative Angebote eingeholt und im Ergebnis ein Auftrag erteilt über 42.000 Euro, in dem sogar noch eine Verlegung des Einganges von der Seite zur Straße hin enthalten war. Der neue Eingang, umrahmt von zwei bodentiefen Fensterelementen, macht die Geschäftsstelle hell und freundlich und lädt zum Eintritt in den W.E.T. buchstäblich ein.
Das neue, silber-helle, von einer W.E.T.-blauen Attika umrahmte und durch blaue, senkrechte Wandstreifen aufgelockerte Erscheinungsbild des Clubhauses ist ein gelungener Umbau und wird den W.E.T. im Stadtteil künftig hoffentlich noch bekannter machen. Übrigens: Umbau und Renovierung des Vereinshauses sind vielleicht auch ein guter Anlass für die Sparten und Mitglieder, die hier bisher eher weniger zu Hause waren, einfach einmal vorbei zu schauen.
Ein Innenumbau war sicher aus manchen Gründen fällig, zwingend aber wurde er durch einen gefährlichen Unglücksfall. Am Vormittag des 28. August brannte es plötzlich lichterloh im Vereinshaus. Was war passiert?
In der Küche hatte sich das zu heiß gewordene Fritteuse-Öl selbst entflammt und binnen Sekunden griff eine riesige Stichflamme auf die Dunstabzugshaube und umliegende Schränke über. Geistesgegenwärtig riss Tennistrainer Christian Tank den nächst besten Feuerlöscher von der Wand und betätigte den Abzugshahn, aber nichts passierte. Der Koch verwies auf einen weiteren Feuerlöscher, dieser funktionierte und der Brand konnte dank des Mutes und der Umsichtigkeit von Christian im Wesentlichen gelöscht werden. Den Rest erledigte dann die zwischenzeitlich eingetroffene Feuerwehr, die später Christian übrigens dazu beglückwünschte, dass der erste Feuerlöscher nicht funktioniert hatte. In dem war nämlich Löschmittel auf Basis von Wasser enthalten, das zusammen mit dem Fritteuse-Öl zu einer gewaltigen Explosion geführt hätte. Glück im Unglück!
Die Küche war zerstört, es musste also kurzfristig etwas geschehen. Nach Diskussion im Vorstand bestand Übereinstimmung darin, die Gelegenheit zu nutzen und eine Installation vorzunehmen, die den Ansprüchen der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre genügen sollte. Eingeholte Architektenentwürfe empfahlen, die Küche an die Nordwand zu versetzen und den Bar-Tresen als wesentliches Gestaltungsinstrument rechtwinklig zu den Tennisplätzen tiefer in den Raum hinein zu platzieren.

Unter Hinzuziehung von Jenny sowie verschiedener Fachleute aus dem Verein und nach Diskussionen mit jüngeren und älteren Mitgliedern beiderlei Geschlechts entschied sich der Vorstand einstimmig für das Angebot der Firma Hinsche & Glashaus, die das Konzept im Dezember umsetzen wird.
In einem für das Frühjahr 2010 geplanten zweiten Renovierungsschritt soll das neue Konzept abgeschlossen werden und das doch nicht mehr ganz zeitgemäße Innere des Vereinshauses einem moderneren, freundlicheren Ambiente weichen. Der wenig benutzte „Jugendraum“ wird in die Gastronomiefläche eingebunden und in einen Loungebereich verwandelt, der zum netten Beisammensein, zum Public-Viewing auf dem Flatscreen-Fernseher oder auch zum Kickern genutzt werden kann. Desweiteren ist geplant, diesen Raum auch außerhalb der Öffnungszeiten der Gastronomie zugänglich zu machen.
Da man bekanntlich die Feste feiern soll wie sie fallen, wird das neu gestaltete Clubhaus mit einer großen Eröffnungsfeier eingeweiht werden, zu der alle Vereinsmitglieder eingeladen werden.