Von Uli Feist und Niklas Schlichting
Nach einem mehr als vierjährigen Kampf konnte die Initiative „Lärmschutz für Eppendorf e.V.“ am 25.10.2009 im W.E.T. Vereinshaus den Erfolg im Kampf gegen den Lärm der Güterumgehungsbahn feiern. Uli Feist und Niklas Schlichting berichten.
Zwar stehen erst Ende Januar 2010 alle Wände vom Nedderfeld bis zur Alster, aber schon jetzt haben die Arbeiten auf einigen Abschnitten begonnen.
Die schon vorhandenen Lärmschutzwände auf der Höhe der Tennisplätze 1 + 2 besänftigen auch den letzten Skeptiker und lassen die Vorfreude auf eine kommende ruhige Sommersaison Einzug halten.
Dies wäre ohne die Initiative „Lärmschutz für Eppendorf e.V.“ undenkbar gewesen.
Diese Bürgerinitiative aus Anwohnern, Eltern von Kindern aus den umliegenden Kindergärten, W.E:T. Mitgleidern und weiteren Freiwilligen schaffte es, über 200.000€ aufzubringen die nötig waren, um ausreichende finanzielle Mittel von der Stadt beziehen zu können.

Ebenfalls von großer Bedeutung war der Einsatz einiger Politiker, die der Initiative ein offenes Ohr schenkten und diese unterstützten.
Christian Carstensen(SPD) schaffte es, durch Errungenschaften wie den schützenswerten Kindergarten, auf politischer Ebene weitere Gelder für den Lärmschutz zu sichern.
Gelder, ohne die das Vorhaben gescheitert wäre.
Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten!
Der Einbruch des Güterverkehrs aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise hat uns zwar in 2008 und 2009 vor der angekündigten Verdreifachung des Lärms bewahrt, aber die Erhöhung des Güterverkehrsaufkommens wird mit Sicherheit kommen, auch weil der Güterverkehr zukünftig nicht mehr von Altona zum HBF geführt wird, sondern ausschließlich über Diebsteich und die Umgehungsbahn abgewickelt wird.

„Wir sind jetzt gut gegen den Lärm gerüstet und werden uns auch dafür einsetzen, dass die Geschwindigkeit der Züge nicht wie angekündigt bis auf 80 km/h erhöht, sondern höchstens bei 50 km/h bleibt – besser noch auf 30 km/h reduziert wird!“ teilte Ingrid Schlichting (Lärmschutz für Eppendorf e.V.) der W.E.T. -Redaktion mit.
Und nachdem, was bis heute von der Bürgerinitiative auf die Beine gestellt wurde, gibt es wohl keine Zweifel an einem weiteren Erfolg.